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30er-Zone: Mit 46 km/h nach Toleranzabzug geblitzt – was kostet das?

Ein kurzer Moment, ein Blick auf den Tacho – und schon hat es geblitzt. Gerade in einer 30er-Zone können bereits wenige Kilometer pro Stunde mehr einen deutlichen Unterschied beim Bußgeld machen.

Doch was passiert konkret, wenn man innerorts bei erlaubten 30 km/h mit 46 km/h nach Toleranzabzug geblitzt wird?

46 km/h statt 30 km/h = 16 km/h zu schnell

Entscheidend ist zunächst eine wichtige Angabe: Sind die 46 km/h bereits der vorwerfbare Wert nach Abzug der Messtoleranz, liegt die Geschwindigkeitsüberschreitung bei exakt:

46 km/h – 30 km/h = 16 km/h zu schnell.

Damit fällt der Verstoß in die entsprechende Stufe des geltenden Bußgeldkatalogs für Geschwindigkeitsüberschreitungen innerhalb geschlossener Ortschaften.

Was kostet die Geschwindigkeitsüberschreitung?

Bei einer Überschreitung von 16 km/h innerorts ist grundsätzlich mit folgendem Bußgeld zu rechnen:

70 Euro Bußgeld

Die gute Nachricht für den Führerschein:

Kein Punkt in Flensburg.
Kein Fahrverbot.

Es handelt sich damit zwar um einen ärgerlichen und nicht ganz billigen Verkehrsverstoß, aber noch nicht um einen Verstoß, der unmittelbar einen Punkt im Fahreignungsregister nach sich zieht.

Je nach Verfahrensart können zum eigentlichen Bußgeld allerdings noch Gebühren und Auslagen hinzukommen. Der tatsächlich zu zahlende Gesamtbetrag kann deshalb über den reinen 70 Euro liegen.

Wichtig: Wurde die Toleranz schon abgezogen?

Hier sollte man genau hinschauen. Es macht einen Unterschied, ob auf einem Schreiben 46 km/h als gemessene Geschwindigkeit auftauchen oder ob die 46 km/h bereits die Geschwindigkeit nach Toleranzabzug darstellen.

Bei Geschwindigkeitsmessungen unter 100 km/h werden üblicherweise 3 km/h Messtoleranz abgezogen.

Wären beispielsweise 46 km/h zunächst gemessen worden, könnten nach einem üblichen Toleranzabzug nur noch 43 km/h als vorwerfbare Geschwindigkeit verbleiben. Bei erlaubten 30 km/h wären das dann lediglich 13 km/h Überschreitung – und damit eine andere Stufe des Bußgeldkatalogs.

Genau deshalb lohnt sich beim Anhörungsbogen oder späteren Bußgeldbescheid immer ein genauer Blick auf die Angaben zur Messung.

30er-Zonen sind schnell unterschätzt

30er-Zonen gehören zum normalen Verkehrsalltag. Gerade wenn die Straße breit und übersichtlich ist oder man aus einem Bereich mit Tempo 50 kommt, sind 40 oder 45 km/h schnell erreicht.

Der finanzielle Unterschied kann jedoch erheblich sein, sobald die nächste Stufe des Bußgeldkatalogs erreicht wird.

Wer also 46 km/h nach Toleranzabzug bei erlaubten 30 km/h auf dem Bescheid stehen hat, muss sich grundsätzlich auf 70 Euro Bußgeld einstellen – aber noch nicht auf Punkte oder ein Fahrverbot.

Fazit: Ärgerlich, aber ohne Punkt

16 km/h zu schnell in einer 30er-Zone sind definitiv kein Schnäppchen. Trotzdem bleibt der Verstoß hinsichtlich des Punktekontos vergleichsweise überschaubar:

30 km/h erlaubt.
46 km/h nach Toleranzabzug.
16 km/h Überschreitung.
70 Euro Bußgeld.
0 Punkte.
0 Monate Fahrverbot.

Ein klassischer Fall, bei dem der Geldbeutel etwas leichter wird – der Führerschein und das Flensburger Punktekonto aber unangetastet bleiben.


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