Wer täglich mit einem LKW-Zug unterwegs ist, kennt das Thema:
Normalerweise rollt der Zug mit 6 Achsen über die Straße. Doch manchmal wird am Triebwagen eine Achse geliftet – also angehoben. Und plötzlich stehen nur noch 5 Achsen auf dem Asphalt.
Die große Frage lautet dann:
Was gebe ich bei Toll Collect an? 5 oder 6 Achsen?
Die klare Antwort
Bei der Einbuchung im System von Toll Collect zählt immer die technisch vorhandene Gesamtanzahl der Achsen – inklusive aller Lift- und Hubachsen.
Das bedeutet konkret:
👉 Auch wenn eine Achse angehoben ist und keinen Bodenkontakt hat,
👉 Auch wenn sie gerade entlastet läuft,
müssen 6 Achsen angegeben werden, wenn der Fahrzeugzug technisch über 6 Achsen verfügt.
Warum ist das so geregelt?
Das Mautsystem berücksichtigt die konstruktive Achszahl des Fahrzeuges, nicht den momentanen Fahrzustand. Liftachsen gelten rechtlich als vollwertige Achsen – unabhängig davon, ob sie gerade die Fahrbahn berühren oder nicht.
Wird hier falsch eingebucht (z. B. nur 5 Achsen angegeben), kann das bei Kontrollen zu:
- Nachforderungen
- Verwaltungsverfahren
- Bußgeldern
führen.
Und das ist am Ende teurer als jede korrekt gebuchte Achse.
Praxis-Tipp aus dem Alltag
Wer regelmäßig mit wechselnden Anhängern oder unterschiedlichen Konfigurationen fährt, sollte sich angewöhnen:
- Vor Fahrtantritt Achszahl prüfen
- OBU-Einstellung kontrollieren
- Bei Zugkombinationen immer die Gesamtachszahl des kompletten Zuges zählen
Gerade im stressigen Alltag passiert hier schnell ein Flüchtigkeitsfehler.
Am Ende gilt:
Nicht entscheidend ist, wie viele Achsen gerade auf der Straße sind – sondern wie viele das Fahrzeug hat.
Sicher fahren heißt eben auch korrekt buchen.
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