Morddrohungen wegen Absage eines Luca Hänni Konzerts ?

Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten wir auf blick.ch lesen, dass Hannes Zaugg-Graf, der Gemeindepräsident des Dörfchens Uetendorf, aus dem auch Luca Hänni stammt, nach diversen Morddrohungen sogar einen Schwächeanfall erlitten hat.

Die Diagnose heute ist „Burn Out“. Jetzt ist der 45-jährig jedoch erstmals in der Lage, ein paar Erklärungen zu den Vorkommnissen in seiner Heimatgemeinde abzugeben.

80 Stunden Arbeit pro Woche und dazu täglich weit über 2000 E-Mails veranlassten den Politiker vor ein paar Wochen, das geplante Konzert von Luca Hänni kurzer Hand abzusagen. Er war sich einfach nicht mehr sicher, ob bei der bestehenden Luca-Hysterie die Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet werden könne.

Als Dank für die vielen Überstunden gab es für den Gemeinde-Politiker darauf hin Morddrohungen statt Blumensträuße. „Ich kappte alle Kommunikationswege, deaktivierte mein Facebook-Profil und erkannte, dass ich Hilfe brauche“, so Zaugg-Graf.

Da frage ich mich doch gerade, ob das Vorurteil, dass Schweizer so langsam sind, am Ende gar kein Vorurteil ist? Vielleicht sind unsere Nachbarn ja wirklich gleich überfordert, wenn es mal ein bisschen mehr zu tun gibt. Dann wundert mich der Zusammenbruch natürlich gar nicht mehr.

Ob nun mit oder ohne Zaugg. Das Konzert von Luca wird natürlich nachgeholt. Er singt am 9. Oktober in Uetendorf für seine Fans. Da können wir nur hoffen, dass sich die Fans an diesem Tag etwas friedlicher zeigen. Morddrohungen finde ich generell ziemlich geschmacklos.

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