Samuel Koch: Zwei Leben

Es war am 4. Dezember 2010, als sich für Samuel Koch alles ändern sollte. Alles, was sein Leben bisher bestimmt hatte, sollte zukünftig nicht mehr möglich sein. Ein Millionen-Publikum war Augenzeuge, als er bei „Wetten dass…?“ diesen tragischen Unfall hatte. Wie er den Unfall erlebte und was er heute über Glück und Unglück denkt schildert der junge Mann in seiner äußerst ergreifenden Biografie „Zwei Leben“, die ab Montag im Handel erhältlich ist.

Fünf Monate hatten sich Samuel und sein Team auf die Wette vorbereitet. Alles minutiös geplant, trainiert und vorbereitet. In seinem Buch schreibt er sogar, dass ihm die Abläufe derart in Fleisch und Blut übergegangen sind, dass er sich schon gar nicht mehr sicher war, ob der Stunt überhaupt irgend jemanden vom Hocker reißen könnte.

Die Wette sollte die erste an diesem Abend sein, damit Samuel seine Muskeln warm halten konnte. Irgendwie lag bei dieser Wette von Anfang an Angst in der Luft. Gottschalk machte seiner Anspannung Luft, indem er erklärte: „Ich habe vieles gesehen in meiner beruflichen Laufbahn – so gefürchtet habe ich mich noch nie, dass dem jungen Mann was passiert, und ich kann nur sagen: Ich hoffe, alles geht gut!“

Das erste Auto nimmt Samuel bravurös, beim zweiten bricht er ab. Dann kommt der dritte Wagen. Sein Vater sitzt am Steuer. Gottschalk spricht die Worte: „Was für ein Gefühl muss das für den Vater sein, wenn ihm sein eigener Sohn vors Auto läuft!“

An die folgenden Minuten erinnern wir uns alle mit Schrecken. Doch als der erste Schock sich bei uns gelegt hat, ging es für Samuel erst richtig los. Er musste erfahren, was mit ihm los ist, musste sich damit arrangieren, seine Träume und Pläne aufzugeben und musste beginnen, ein neues, anderes Leben zu Leben.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich diesen jungen Mann bewundere. Seine Stärke, seine Kraft und seinen Mut, von dem sich viele Menschen eine Scheibe abschneiden können. Seine Worte zu lesen gibt mir so viel Kraft und erinnert mich einmal mehr daran, dass ich keine Sorgen habe, auch wenn ich mir manchmal einbilde, es wäre so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.