Amok-Rentner litt an Verfolgungswahn

Der Rentner, der in Weilerbach zuerst zwei Ärzte und dann sich selbst erschossen hat, war den Behörden nicht unbekannt. Vor allem in letzte Zeit ist er immer häufiger durch ein eigenartiges Verhalten auffällig geworden. Angeblich würden Nachbarn Strahlen ins seine Wohnung schicken, die nicht nur sein Fernsehbild flimmern lassen, sondern ihm Schweißausbrüche und Herzflimmern bescheren.

Mitte Februar dieses Jahres wurde aufgrund seiner Beschwerden und Anzeigen sogar eine Psychologin zu Rate gezogen, die den Rentner jedoch als ungefährlich einstufte. Ein Irrtum, der nun zwei unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat. Es gibt nicht einmal Hinweise, dass er vielleicht mit der Behandlung der Ärzte unzufrieden war. Eine Patientin aus dem Wartezimmer teilte lediglich mit, dass er sich vor seiner Tat sehr über die lange Wartezeit aufgeregt hatte.

Ich muss schon sagen, wenn wir alle immer jeden niederschießen würden, der uns gerade mal nicht zu Gesicht steht, dann hätte ich persönlich niemanden mehr in meinem Umfeld. Ganz zu schweigen von mir selbst, ich wäre dann sicher auch schon Opfer eines Anschlags geworden. Ich bin mir nämlich sicher, dass auch ich meine Liebsten ab und zu ganz schön auf die Palme bringen kann.

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