Die Kündigung als Dankeschön für eine gespendete Niere

Nachdem Deborah Stevens ihrer Chefin eine Niere gespendet hatte, erhielt sie nur wenige Wochen danach die Kündigung. Als kleines Dankeschön sozusagen. Für besondere außervertragliche Dienste.

Es gibt schon Dinge in diesem Leben, die nur schwer zu verstehen sind. Die Geschädigte klagt jetzt natürlich vor der Menschenrechtskommission des US-Bundesstaates New York. Gewinnt sie den Prozess, dann hat sie wenigstens die Chance auf mehrere Millionen Entschädigung.

Der Fall hat sich anscheinend so zugetragen, dass die 47-jährige ihren Job bei der „Atlantic Automotive Group“ auf Long Island aufgegeben hatte, um nach Florida umziehen. Dort erzählte ihr ihre ehemalige Chefin, zu der sie ein beinahe freundschaftliches Verhältnis auch über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus pflegte, von ihrer Krankheit und dem Bedarf an einer Spenderniere. Deborah bot sich umgehend an.

Kurze Zeit später kehrte sie nach Long Island zurück und erhielt auch ihren alten Posten wieder. Schon bald fragte die Chefin, ob ihr Angebot noch gelte. Deborah zögerte keinen Augenblick und spendete ihre Niere. Als sie nach dem operativen Eingriff jedoch ein paar Tage krank geschrieben war, begann das Mobbing, das wenig später in der Kündigung gipfelte.

Man weiß ja nie so genau, was wirklich vorgefallen ist. Als Außenstehender hat man nur die Chance, dem zu glauben, was die Parteien erzählen. Aber diese Geschichte hört sich wirklich unglaublich an. Wenn sich das wirklich so zugetragen hat – wovon ich jetzt einfach einmal ausgehe – dann habe ich kaum eine Geschichte gehört, die diese an Unmenschlichkeit und Undankbarkeit übertreffen könnte.

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